Im Bundestagswahlkampf 2013 machten BAG IDA und Caritas mit der Aktion "Stell mich an, nicht ab!" auf die schwierige Situation von Langzeitarbeitslosen aufmerksam. In mehr als 100 Städten gingen viele Langzeitarbeitslose auf die Straße, in Fußgängerzonen und vor den Reichstag. Ihre Botschaft: "Gebt uns eine Chance, wir wollen arbeiten!"
An vielen Orten in ganz Deutschland tauchen die schwarzen Pappfiguren der Aktion "Stell mich an, nicht ab!" auf, die 2013 von Katholischer Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit und Caritas durchgeführt wurde. Sie verweisen auf die Situation von langzeitarbeitslosen Menschen. Hier sehen sie Videos von einigen Aktionsorten.
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Das Positionspapier stellt dar, welche Änderungen in der Arbeitsmarktförderung notwendig sind, damit arbeitsmarktferne Personen passgenaue Förderung erhalten. Nur durch die Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe kann gesellschaftliche Inklusion und Integration durch Arbeit nachhaltig gelingen.
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Neue Lösungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen'
Wer über längere Zeit arbeitslos ist, verliert den Anschluss ans Berufsleben. Gesundheitliche und psychische Probleme machen diese Menschen unattraktiv für Betriebe. Deshalb brauchen sie eine spezielle Förderung, denn auch sie wollen arbeiten. Die Caritas liefert sieben Ideen, wie das gelingen kann und was die Politik tun muss.
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Langzeitarbeitslose sind für die Arbeitsverwaltung aussichtslose Fälle. Zu diesem Schluss kommt Ulrike Hahn von der BAG IDA. Sie kritisiert: "Die Politik hat offenbar Kraft und Willen verloren, den Menschen mit den geringsten Chancen am Arbeitsmarkt vernünftige Perspektiven in Arbeitsleben und Gesellschaft zu eröffnen."
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Der Niedriglohnsektor wächst und befristete Arbeitsverhältnisse nehmen zu – mit schlechten Folgen nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern für die gesamte Volkswirtschaft, sagt Beatrix Herrlich vom Diözesan-Caritasverband Hildesheim in einem Interview mit der Hildesheimer Kirchenzeitung.
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Manfred Sauer* ist 49 Jahre, lebt allein und bezieht seit 2006 Arbeitslosengeld II. Er ist gelernter Heizungs-und Lüftungsbauer, hat nach der Lehre aber als LKW-Fahrer gearbeitet. Den Arbeitsplatz hat er verloren, als er wegen starker Rückenprobleme nicht mehr arbeiten konnte.
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Sandra Merzig ist 34 Jahre alt und lebt allein. Nach dem Abitur hat sie Romanistik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Während des Studiums erkrankte sie an einer Psychose. Lange Klinikaufenthalte waren die Folgen, viele Jahre lang war Sandra Merzig krankheitsbedingt arbeitsunfähig.
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Die Regierung reformiert die öffentlich geförderte Beschäftigung. Davon betroffen sind vor allem die Ein-Euro-Jobs und die JobPerspektive. Die Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente schränkt sinnvolle Beschäftigung für langzeitarbeitslose Menschen ein. Doch die ist für viele die einzige Chance wieder in Arbeit zu kommen.
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