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Stand: 04.08.2017
  • 29. September 2016

    ganztags

Ausstellung gegen Ausgrenzung von Langzeitarbeitslosen in Mainz

Ausstellung 'Stell mich ein, nicht aus' macht Station im Hof des Arbeitsministeriums.Ausstellung "Stell mich ein, nicht aus" macht Station im Hof des Arbeitsministeriums.© MSAGD

Arbeitsstaatssekretär David Langner, Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz, und Wolfgang Schnörr, Direktor des Caritasverbandes Mainz, eröffneten die Ausstellung im Beisein zahlreicher Abgeordneter des Landtags, Beschäftigter der Landesregierung und interessierter Bürgerinnen und Bürger.

Die Ausstellung ist Teil der gleichnamigen Kampagne der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) im Deutschen Caritasverband. Sechs Einzelschicksale langzeitarbeitsloser Menschen werden exemplarisch vorgestellt. Sie stehen für die politische Botschaft, eine öffentlich geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose bedarfsgerecht auszubauen, um gesellschaftliche und berufliche Teilhabe zu fördern. In Rheinland-Pfalz sind aktuell rund 113.000 Menschen ohne Arbeit. Betrachtet man die Langzeitarbeitslosigkeit, so sind davon rund 36.000 Menschen betroffen.

„Ich bin sehr dankbar, dass Männer und Frauen, die an Arbeitslosenprojekten der Caritas teilnahmen, in dieser Ausstellung ihre persönliche Lebensgeschichte erzählen. Man kann am Gesicht den Unterschied zwischen Aus-gestellt sein und An-gestellt sein sehen!“, so Domkapitular Eberhardt. „Es darf nicht sein, dass so viele Menschen als Langzeitarbeitslose von sozialer Teilhabe ausgeschlossen sind. Notwendig ist daher der bedarfsgerechte Ausbau öffentlich geförderter Beschäftigung für die Menschen, die keine Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Arbeit schafft Teilhabe, Anerkennung und Würde in unserer Gesellschaft.“

Arbeits- und Sozialstaatssekretär David Langner betonte, dass „es trotz der guten Arbeitsmarktlage in Rheinland-Pfalz nicht gelingt, alle Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Deshalb ist die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ein arbeitsmarktpolitischer Schwerpunkt der Landesregierung – mit einer auf den Einzelfall abgestimmten Integrationsstrategie, die Beschäftigung, Qualifizierung und sozial-pädagogische Beratung umfasst.“ Beispielhaft stehe hier das erfolgreiche Landesprojekt „Perspektiven eröffnen“.

Um mehr Langzeitarbeitslose zu erreichen, fordere die Landesregierung seit Jahren eine umfassende Reform der öffentlich geförderten Beschäftigung, die die Bundesregierung 2012 stark zurückgefahren habe, so Langner weiter. „Es muss vor allem darum gehen, Menschen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen die Möglichkeit zu geben, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen. Ein sozialer Arbeitsmarkt mit Focus auf persönlicher Stabilisierung und schrittweiser Heranführung an den Arbeitsmarkt ist hier ein zielführender Weg. Dafür brauchen die Länder die Unterstützung des Bundes.“